Projektübersicht

Das Projekt hat das Ziel Menschen mit dem Krankheitsbild Demenz in Kontakt zu bringen und das Verständnis und die Empathie für Menschen mit Demenz zu erhöhen. Der Parcours umfasst insgesamt 13 Alltagssituationen und führt durch einen ganz gewöhnlichen Tag. Vom Anziehen bis zum Abendessen können Personen, die nicht an Demenz erkrankt sind, erleben, wie sich die Symptome einer Demenz anfühlen.

Kategorie: soziales Engagement
Stichworte: Demenz verstehen, Demenz, Selbsterfahrung
Finanzierungs­zeitraum: 18.01.2017 11:54 Uhr - 06.06.2017 23:59 Uhr
Realisierungs­zeitraum: Frühsommer 2017
Worum geht es in diesem Projekt?

Wir möchten mittels des Demenz-Parcours auf das Krankheitsbild Demenz aufmerksam machen. Im Zuge des demographischen Wandels wird ein Jeder früher oder später mit dem Thema Demenz konfrontiert. Sei es im Privaten oder Beruflichen. Wir möchten zum einen die Menschen für dieses Thema sensibilisieren und zum anderen anhand der Selbsterfahrung zeigen, wie es sich für einen demenziell erkrankten Menschen anfühlt den Alltag zu meistern. Die einzelnen Alltagssituationen zeigen auf, welchen Schwierigkeiten die Menschen mit dieser Krankheit gegenüber stehen. Betroffene erleiden sowohl psychische als auch physische Veränderungen, die eine „normale“ Bewältigung des Alltags zunehmend erschweren und oftmals zu Verunsicherung des Erkrankten führen. Daher brauchen sie umso mehr Bestätigung und einen respektvollen Umgang, um sich nicht „selbst zu verlieren“ (vgl. Schulze, 2013).

Was sind die Ziele und wer die Zielgruppe?

Das Projekt hat das Ziel Menschen mit dem Krankheitsbild Demenz in Kontakt zu bringen und das Verständnis und die Empathie für Menschen mit Demenz zu erhöhen. Dadurch soll die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben von demenziell erkrankten Menschen gefördert und gesichert werden.

Der Demenz-Parcours kann für die Schulung Auszubildender und Ehrenamtlicher verwendet werden. Zudem kann er bei Aktionsständen, dem „Tag der offenen Tür“ oder internen Fortbildungen genutzt werden. Wir möchten den Parcours zusätzlich anderen gemeinnützigen Organisationen oder Vereinen zur Verfügung stellen.

Warum sollte man dieses Projekt unterstützen?

„In was für einer Gesellschaft wollen wir leben?“ In der heutigen Zeit, die sich zunehmend durch Unsicherheit und Entsolidarisierung kennzeichnet eine berechtige Frage. Menschen, die in unserer leistungsorientierten Gesellschaft eben weniger leisten können, haben Schwierigkeiten Unterstützung zu erfahren und am gesellschaftlichen Miteinander teilzuhaben. Vor allem hat man oft das Gefühl, dass pflege- und hilfebedürftige Menschen nicht selbstverständlich als ein Teil der Gesellschaft betrachtet werden. Es scheint, als dass Betroffenen das „Mensch-Sein“ abgesprochen wird, wenn sie nicht mehr in den Werterahmen von Nutzen und Leistung passen, wenn Hilfebedürftigkeit als Störung empfunden und möglichst abgestellt werden soll.
Mit unserem Projekt möchten wir dem entgegen wirken. Das Verhalten von demenziell erkrankten Menschen nachzuvollziehen und nachzuempfinden ist ein erster Schritt in Richtung eines würdevollen und respektvollen Miteinanders. Demenziell erkrankten Menschen ein Gefühl der Akzeptanz zu vermitteln ist von großer Bedeutung (vgl. Schulze, 2013).

Was passiert mit dem Geld bei erfolgreicher Finanzierung?

Der Demenz-Parcours wird umgehend erworben.

Wer steht hinter dem Projekt?

Hinter dem Projekt steht der Caritasverband für den Kreis Coesfeld als Solidaritätsstifter. Zudem kommen wir im Rahmen der Arbeit des Ressorts Pflege & Begleitung tagtäglich in Kontakt mit demenziell erkrankten Menschen und erfahren, wie wichtig ein gutes Miteinander für dessen Wohlgefühl ist. Zudem werden wir im Rahmen von Veranstaltungen eng mit dem Demenz-Servicezentrum der Region Münster zusammenarbeiten.